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Reinigung von Kesselwaggons

Bei den Kesselwaggons werden Reinigungen von flüssigen, staubigen und gasförmigen Produkten angeboten.

 

Flüssiger Bereich:

Die moderne Reinigungsanlage verfügt über zwei Reinigungsstrassen mit Hochdruckanlagen (400 bzw. 650 bar Druck). Durch die Einführung zweier automatischer Reinigungsköpfe, die bis zu den Stirnböden gelangen, kann eine sehr gute Reinigungsleistung erreicht werden. Die Reinigungsköpfe können stufenlos während der Reinigung bis zur Domeinführung verstellt werden. Die Kombination von Heißwasser, Dampf und Reinigungsmittel verbessert das Reinigungsergebnis wesentlich. Helle und dunkle Mineralöle wie Diesel, Benzin, Heizöl schwer, Rohöl, Bitumen etc. werden nach vorgegebenem VPI-Reinheitsgrad gereinigt. Nach der erfolgten automatischen Reinigung wird der Behälter nach Bedarf manuell nachgereinigt und anschließend getrocknet. Bei gefährlichen Stoffen werden vor der Reinigung der Sauerstoffbedarf und der MAK-Wert bestimmt. Auch Kreislaufreinigungen können durchgeführt werden. Bei Verfärbungen von Edelstahlbehältern kann die Oberfläche gebeizt werden. Dies ist kostengünstiger als Sandstrahlen und hat auch weniger Materialabtrag zur Folge.

 

Staubiger Bereich:

Der Druck der Hochdruckanlage kann stufenlos geregelt werden. Um eine Beschädigung von eventuellen Beschichtungen im Waggon zu vermeiden, arbeiten wir hier mit einem Druck von ca. 50 bar. Die volle Leistung wird bei unbeschichteten Waggons für hartnäckige Verschmutzungen genutzt. Im Zuge der Reinigung notwendige Demontagen von Auslaufleitungen und Ventilen werden bei Bedarf durchgeführt. Nach erfolgter Montage wird die Dichtheit geprüft.

 

 Gasförmiger Bereich:

Für die Reinigung von Druckgaskesselwaggons wurde im Jahr 2000 eine Bodenfackel errichtet. Von den vorhandenen Wasservorratsbehältern wird der Waggon während der Entgasung mit Wasser befüllt, das Gas über die Gasphase in die Fackel verdrängt und verbrannt. Anschließend wird das Wasser wieder in die Vorratsbehälter abgelassen. Danach erfolgt die Verdrängung des Restgases mittels eines Kompressors. Das restliche Gas wird ebenfalls in der Fackel verbrannt. Der Rost im Behälter wird ma-nuell entfernt. Erst wenn der Waggon getrocknet wurde, wird der Behälter verschlossen. Für die Inerti-sierung steht eine Stickstoffanlage zur Verfügung.